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Lücke im Amper Kulturpfad ist geschlossen
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Neue Schautafeln am Amper Auwald und an der Ökologischen Station.
Der Kulturpfad, 2008 im Rahmen der 1175-Jahrfeier des Dorfes Ampen eröffnet, ist um zwei Attraktionen reicher geworden. Bisher waren an den Stationen 5 (Ökologische Station) und der Station 7 (Auwald im Amper Bruch) nur provisorische Hinweistafeln installiert. Diese wurden nun durch hochwertige Acrylglastafeln ersetzt. Das
Ständerwerk war zwar schon zur Einweihung des Kulturpfades erstellt worden, die Informationstafeln bestanden allerdings aus laminierten Text- und Bildausdrucken.

helferAm Donnerstag, 25. März 2010 von der Druckerei abgeholt, abends der Versamm- lung des Heimatvereines vorgestellt, wurden die beiden neuen Tafeln am Frei- tagvormittag unter Mithilfe der ANADOPA- Helfer auf die Ständer der jeweiligen Stationen montiert.

Erstellt wurden die beiden neuen Tafeln von Ulrich Dellbrügger, der seine Biologie- kenntnisse in das Projektes einbrachte und Joachim Öllrich, der für den konzep- tionellen und grafischen Bereich zuständig war. Gedruckt wurden die Tafeln in einem speziellen Hinterdruckverfahren von der Firma OKA- Werbetechnik in Anröchte.

auwald_teil01Auf den Tafeln ist jede einzelne Station anschaulich und übersichtlich beschrieben. Viele heimische aber auch gefärdeten Pflanzen und Tiere sind auf den Tafeln abgebildet.

Ganz besonders wichtig war es den beiden Entwicklern, dass auch die Jugend, die maßgeblich in die Projekte im Auwald und in der Ökologischen Station einge- bunden waren – und sind, ihre Würdigung auf den Schautafeln bekommen.

Kurz und präzise bekommt der Besucher des Kulturpfades jetzt an allen Stationen die erforderlichen Informationen.

„Begeben Sie sich auf eine soziale und kulturelle Wanderung durch die Amper Flur. Lassen Sie Altes neu aufleben, seien Sie aber auch Neuem aufgeschlossen.
Lassen Sie den Kulturpfad Ampen auf sich wirken“. Sprach Ampens Ortsvorsteher Ulrich Dellbrügger anlässlich der Vorstellung der neuen Tafeln beim Pressetermin

Die Initiatoren dieses dreizehn Stationen umfassenden Rad- und Wanderweges wollen den jüngeren Menschen, aber auch den interessierten Bewohnern aus Nah und Fern, das soziale und kulturelle Leben aus der Vergangenheit des Dorfes Ampen näher bringen.

auwald_teil02Lasst uns auf Entdeckungsreise gehen.

Station -7- Der Auwald im Amper Bruch – ein Zukunftsprojekt
Der Amper Bruch wurde 1993 zur ersten Soester Naturschutzzone erklärt.

Er hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Naturschutz auf über 25 Hektar Land.

Chronologie in Stichworten
Um 1400 Verlegung des Amper Baches Richtung Paradiese.
Bis 1800 Sumpflandschaft mit wald- artigem Charakter.
1827 Das Urkataster zeigt eine unbe- rührte Naturlandschaft.
Ab 1830 Erste Aufteilung und Flurbe- reinigungsmaßnahmen, erste Begradigung des Amper Baches, Entwässerungen und Drainierungen.
Um 1900 Bau der Schwefer Straße.
1922/23 Der Landwirt Wilhelm Horstmann pflanzt einen 8000 qm großen Obsthof (Heutiger Standort der Ökologischen Station).
1971 Errichtung eines illegalen Schrottplatzes an der Schwefer Straße. Über 20 Jahre betrieb der Schrotthändler ohne Genehmigung und ohne Durchführung irgendwelcher Schutzmaßnahmen seinen Schrotthandel. Es erfolgte über viele Jahre keine Entsorgung umweltgefährdender Stoffe.
oekologische_teil011988 Beginn der praktischen Umsetzung der Vorschläge der Bio- AG des Conrad-von-Soest-Gymnasiums: Ausbaggerung des Moggequellteiches und Anpachtung des ca. 6500qm großen Quellgebietes.
1993 Veröffentlichung des Buches „Vom Schrottplatz zum Feuchtgebiet“ und Be- ginn der Renaturierung des Amper Bruchs.
2000 Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an das Conrad- von- Soest- Gymnasium. „Aus dem Amper Bruch nach Europa“ (Soester Anzeiger).
2008 Anpflanzung von über 700 Gehöl- zen im Amper Bruch.
2009 Der Amper Bruch wird zum Land- schafts- Schutzgebiet erklärt.

Station -5- Die Ökologische Station im Amper Bruch - Visionen und Anlässe zur Hoffnung
Die Ökologische Station ist ein Ort praktischer Erziehung zur Nachhaltigkeit. Der Amper Bruch ist ein Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, um dessen Erhaltung es sich zu kämpfen lohnt. Daher ist der Amper Bruch seit 1985 zum intensiven Studienobjekt der Biologie-Arbeitsgemeinschaft des Conrad-von-Soest-Gymnasiums geworden.
oekologische_teil02Ihre Untersuchungen über Fauna und Flora waren die Grundlage für die Stadt Soest, hier eine ca. 25 ha große Naturschutzzone zu errichten.

Seit 2001 befindet sich hier auch der Lehrbienenstand des Soester Imker- vereins. Er führt Schulungen für Imker und Schulklassen durch.
Große ökologische Bedeutung hat die Bienenhaltung aufgrund der Bestäubung von wild wachsenden Blütenpflanzen. Ohne die Erhaltung einer flächen- deckenden Imkerei ist keine Erhaltung der reichhaltigen Flora und Fauna in unserer Region möglich.

Am besten erkundet man den Kulturpfad Ampen mit dem Fahrrad. Die Strecke beträgt ca. 9 Kilometer und verläuft, wie für die Soester Börde typisch, ohne größere Steigungen auf asphaltierten Nebenstraßen. Man kann den Kulturpfad aber auch gut zu Fuß erwandern. Gestartet wird vorzugsweise am Schützenhaus. Dort können, wer mit dem Auto anreist, die Fahrzeuge geparkt werden. Man kann aber auch jederzeit quer in den Kulturpfad Ampen einsteigen. An allen Stationen liegen Faltblätter aus und liefern umfangreiche Informationen über Geschichte Kunst Ökolologie unseres schönen Dorfes.

Ausführliche Informationen über den Amper Kulturpfad sind auf dieser Internetseite unter dem Menüpunkt „Kunst & Kultur“ zu finden.

Auf dem unteren Bild v.l.n.r.: Ulrich Dellbrügger (Ortsvorsteher), Kurt Wilms (ANADOPA), Joachim Öllrich, Rolf König (ANADOPA).

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